Touristenseelsorge

Ansprechpartnerin:

Pastoralreferentin Veronika Rass

Moselweinstr. 15

56821 Ellenz-Poltersdorf

Tel.: 02673/961947-17

veronika.rass(at)bistum-trier.de

Das Dekanat bietet in den Sommermonaten unterschiedliche Aktivitäten für Touristen und Gäste im Bereich des Dekanates Cochem an

geführte Radtouren

Eröffnung rad kirche in Weinberg Kloster Ebernach - „rad kirche“ startet erfolgreich in die Saison

Mit mehr Teilnehmer_innen als erwartet ist “rad kirche” erfolgreich in die Saison gestartet. “Wir nehmen auch diejenigen mit, die sich spontan entschließen, dazu zu stoßen” - so Veronika Rass. Aufmerksam auf die “Herz Route” durch sehenswerte Moselorte wurden passionierte Radfahrer_innen und Hobbyradfahrer_innen durch Hinweise in der Presse. Unter den zwölf Teilnehmenden sind Menschen mehrerer Weltanschauungen, Religionen und Konfessionen.

Hinaus auf die Straßen in die Offenheit der Begegnung mit manch Überraschendem liess sich die Gruppe führen. Manche Menschen, die bislang eher am Rande wahrgenommen wurden, rücken dabei in den Mittelpunkt. Im Austausch in der Gruppe bekannte eine Teilnehmerin: “Ich bin positiv überrascht über das Engagement in den einzelnen Orten.” Insgesamt sechs Stationen unterwegs luden ein zu Begegnungen mit Menschen, die sich aktiv engagieren im Netzwerk für Neuzugezogene. Dabei kam selbstverständlich der Austausch über das Engagement der Teilnehmenden nicht zu kurz: “Ich engagiere mich in der Pfarrei für die Messdiener”, so eine Teilnehmerin. “Ich leite seit mehreren Jahrzehnten einen Musikverein in einem Moselort,” so ein weiterer Teilnehmer.

In Bruttig-Fankel stieß die Gruppe auf Christa Zundel, eine im wahrsten Sinne des Wortes katholische Person. Sie steht für Weltoffenheit als Christin im Netzwerk für Neuzugezogene, indem sie Familien unabhängig von Weltanschauung und Religion Zugehörigkeit praktisch vermittelt und ihr Haus öffnet. “In der Begegnung mit Menschen kann uns etwas von Gott durchscheinen,” so die Deutung des Geschehens. Im Gespräch über Gottesbilder und die unterschiedlichen Namen Gottes in den Religionen antwortete ein Teilnehmer muslimischen Glaubens auf die Frage, ob er die 99 Namen Gottes kenne: “Ich kenne zwei oder drei...”

In Beilstein informierte Beate Kolb über die nachhaltige Entwicklung eines ehrenamtlichen Engagements zugunsten des Erhaltes der Karmeliterklosters Beilstein als einem Ort der Gastfreundschaft zu einem mittelständischen Gastwirtschaftsbetrieb mit sieben Angestellten, den sie als Fachkraft leitet. Die Kommunionbank, ursprünglich ein Symbol für die Trennung in unterschiedliche Stände in der Kirche und unterschiedliche Stufen der Zugehörigkeiten zum Volk Gottes, ist heute zu sehen im Gastraum. Nicht als trennende Schranke, sondern geöffnet für alle Gäste, unabhängig von Weltanschauung und Religionszugehörigkeit.

Senheim, ursprünglich ein Amt mit Verwaltungsaufgaben für viele Orte auf dem Hunsrück, wartet auf mit einem Kloster, das bis heute die Ehrenbürgerin des Ortes beherbergt, Sr. Mechthild. In einem Flügel des Klosters, heute ein Gasthaus, war bis in die 70er Jahre der Kindergarten untergebracht. Kirchen setzen sich bis heute nachhaltig für Bildung und Erziehung und Betreuung von Kindern ein, eine Idee, die ursprünglich von der Evang. Kirche stammt und von der katholischen Kirche übernommen wurde. Zur Unterstützung von Familien, damit viele Kinder die gleichen Startchancen im Leben erhalten. Lothar Sehl und Martina Sehl haben die Bildungseinrichtung im Kloster als Kinder erfahren und berichten so manche Anekdote aus einer Zeit, als Kinder die Welt in und um Senheim wie auf einem großen Abenteuerspielplatz mit Sr. Mechthild erkunden durften. Heutzutage integriert die Kath. Kita St. Katharina Senheim Kinder in einem multireligiösen Kontext und engagiert sich gemeinsam mit der Flüchtlingsinitiative Moselkrampen bei einem Kinderspielplatzfest, wie Petra Sehl berichtet.

An der Klosterruine Stuben, einem Ort, der ursprünglich für die Ewigkeit erbaut war, erinnert man sich daran, dass so manch für die Ewigkeit Erbautes zu Bruch gehen kann. So ist die Einheit des Christentums in der Geschichte zerbrochen in den großen Schismen. Anita Emmel, Kappel, berichtet aus eigener Erfahrung als Katholikin in einer gemischt konfessionellen Ehe über die Glaubenskriege, die noch vor wenigen Jahrzehnten ganze Ortschaften und Familien entzweiten. Für sie ist dies ein Anstoß, sich nachhaltig für Versöhnung zwischen den Konfessionen und den Religionen einzusetzen.

In Ediger erwarten Dr. Richard Derber, Mitglied bei Zahnärzte ohne Grenzen, und Rita Bretz die “rad kirche” in der Alten Kelter. In ihrem Haus wurden inzwischen 33 Neuzugezogene einquartiert, die tatkräftige Unterstützung finden in den ersten Wochen und Monaten nach der Ankunft in Deutschland. Momente der Freude keimen auf, wenn es gelingt, Neuzugezogenen Boden unter die Füße zu geben. Brigitte Fischer, Bremm, stößt zur Gruppe dazu in Ediger. “Ich fühle mich berufen” antwortet sie auf die Frage, wie sie zu ihrem Engagement für eine Alleinerziehende Neuzugezogene kommt.

Nachhaltigkeit im Weinbau ist Dreh- und Angelpunkt des Gespräch mit Martin Cooper im Weinberg des Weingutes Kloster Ebernach in Sehl. Er gehört offensichtlich zu den Menschen, die sich auch durch scheinbar Unüberwindliches nicht von seiner Einstellung abbringen lassen. Als ein schier unüberwindliches Problem erscheint zurzeit noch der Einsatz von rein biologischen und mechanischen Mitteln in der Pflege der Rebstöcke in den Steillagen der Mosel zu sein. Dennoch sieht er auf Zukunft hin im Alleinstellungsmerkmal “ökologischer Weinbau” einen Marktvorteil eines Anbaugebietes. Denn “alle Kunden wünschen ökologisch angebauten Wein”, so Martin Cooper

Herzlich dankten die Teilnehmer_innen der ersten “Herz Route” der “rad kirche” für das Erfahrene,

Die Leichtigkeit des Unterwegssein mit einem E-Bike hat manch einen überrascht und letztlich überzeugt. Auch die sportlich ambitionierten Radfahrer sind gut unterwegs auf der Route. Mit einer Einkehr in ein gastfreundliches Haus fand die Route einen beschwingten Ausklang mit der Aussicht auf die zweite Route im Monat Mai.

Die nächste Tour startet am Samstag, 20. Mai 2017, um 10.00 h am Sehler Dom und führt in die Höhe. Eifelorte wie Roes und Münstermaifeld liegen auf der Route. Es geht wie immer bei “rad kirche” zuallererst um das Erlebnis des Radfahrens, um das Unterwegssein auf den Straßen als Einzelner in einer Gruppe. Neue Route, neues Thema. An einige Stationen dürfen die Teilnehmenden Impulse zu Kunst und Kultur erwarten.

Hobbyradfahrer_innen wird als Ausrüstung ein E-Bike für die geführte Tour von der Mosel durch die Eifel zurück zur Mosel unbedingt empfohlen.

Mehr Informationen und Anmeldung: Veronika Rass / Pastoralreferentin Dekanat Cochem / Moselweinstr. 15 / 56821 Ellenz-Poltersdorf / Mail: Veronika.Rass(at)bistum-trier.de / Ruf: 015112237115